Olaf Metzel
13.4.1981

2005, 180 S., über 100 Abb., davon 60 in Farbe
23,5 x 17,5 cm, Flexoband, mit DVD
ISBN 978-3-88960-073-8
EUR 32,00

Mit Texten von Hans Dickel, Alexander Dückers, Wolfgang Max Faust, Walter Grasskamp, Christoph Heinrich, Reinhard Müller, Barbara Straka und Florian Waldvogel, Ausschnitten aus Dokumentarfilmen von Rudij Bergmann auf DVD und bisher unveröffentlichten Materialien.

Die Skulptur 13.4.1981, die Olaf Metzel 1987 für den Skulpturenboulevard Kurfürstendamm Tauentzien zur 750-Jahr-Feier Berlins geschaffen hat, ist im November 2001 an den Spreespeichern in Berlin-Friedrichshain wiederaufgestellt worden.

"Skulptur bezieht sich hier auch auf die 'Skulpturierung des Bewußtseins', wie es durch die Massenmedien vorgenommen wird. Der Einkaufswagen läßt sich deshalb auch als Hinweis auf eine Ursache der gesellschaftlichen Widersprüche lesen. Der Kapitalismus als Ideologie der Sozialpartnerschaft ist zugleich ein Gewaltpotential. Medien sind fähig, sowohl Bewußtsein wie soziale Handlungen zu strukturieren. Durch diesen konzeptionellen Hintergrund stellt die Arbeit 13.4.1981 die Frage nach dem 'Warum' ihres Daseins. Sie setzt einen Reflexionsprozeß in Gang, der sich sowohl auf den historischen Ausgangspunkt wie auf die Gegenwart bezieht. Denn im befriedeten '750 Jahre feiernden Berlin' sind die Gründe für die Skulptur keineswegs verschwunden. Die Konflikte – zur Zeit weitgehend unsichtbar – haben sich in der Skulptur gleichsam materialisiert. Dem Ideal der 'Konsensgesellschaft', die sich in der Kunst bestätigt sehen möchte, wird durch die Kunst widersprochen. Damit umgreift die Arbeit nicht nur Vergangenheit und Gegenwart, sondern bezieht sich auf die Zukunft." (Wolfgang Max Faust)

Olaf Metzel, 1952 in Berlin geboren, lebt und arbeitet in München; seit 1990 Professur an der Akademie der Bildenden Künste, München. Metzel gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Bildhauer.




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Olaf Metzel, 13.4.1981, 1987, Spreespeicher, Stralauer Allee 1-2, Berlin 2001, IVG AG, Bonn
Foto: Dr. Andreas Kaernbach, Berlin